Digitaler Gewaltschutz: Kostenlose Workshops für Fachkräfte

Digitale Kontrolle erkennen, Risiken einschätzen und Betroffene sicherer begleiten.

Die Illustration zeigt eine erwachsene Person im gelben Schutzanzug, die einem Kind mit Tablet einen Regenschirm überhält. Über ihnen befinden sich ein Smartphone und ein Laptop, die wie Wasserhähne Daten verlieren – dargestellt durch tropfende Leitungen und Sprechblasen. ‚STOP‘-Schilder warnen vor dem unkontrollierten Datenfluss. Die erwachsene Person hält zusätzlich Werkzeug in der Hand – ein Symbol für aktives Handeln, Reparatur und Schutz im digitalen Raum.

Digitale Kontrolle ist in Gewaltbeziehungen ein wachsendes Problem: Standortfreigaben, Bluetooth-Tracker, gemeinsam genutzte Konten, Cloud-Zugriffe oder Stalkerware können genutzt werden, um Betroffene zu überwachen, einzuschüchtern oder ihre Bewegungsfreiheit einzuschränken.

Unsere Workshops unterstützen Fachkräfte im Gewaltschutz dabei, technische Risiken besser einzuschätzen und Betroffene sicherer zu begleiten.

Zielgruppe
Fachkräfte und Beratungsstellen, die mit von Gewalt betroffenen Personen arbeiten.
Keine technischen Vorkenntnisse nötig. Anwender:innenkenntnisse reichen aus
Wo
Präsenzworkshops
Wien, St. Pölten, Linz, Salzburg, Graz, Klagenfurt
Dauer
4 Stunden
inkl. einer Pause und Zeit für Fragen und Vernetzung im Anschluss
Wer
von 2 epicenter.academy Trainer:innen
Kosten
kostenlos für Teilnehmer:innen
Die Teilnahme wird durch eine PEVA-Förderung ermöglicht.
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Inhalte des Workshops

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Im Workshop geht es um typische Formen digitaler Kontrolle in Gewaltbeziehungen und um konkrete Möglichkeiten, Betroffene sicherer zu begleiten.

 

  • Digitale Kontrolle erkennen und einordnen
    Wie digitale Überwachung im sozialen Umfeld aussehen kann, welche Warnsignale ernst zu nehmen sind und warum technische Maßnahmen immer im Zusammenhang mit der Gefährdungslage betrachtet werden müssen.

     

  • Selbstschutz und Beweissicherung
    Wie Betroffene Informationen sichern können und welche Schritte vor einer technischen Veränderung sinnvoll sind.

     

  • Zugriff auf Konten und Geräte
    Cloud-Konten, Social Media, Messenger, gemeinsam genutzte Geräte, Passwörter, Zugangsdaten, Zwei-Faktor-Authentifizierung und Logfiles von Apps und Diensten.

     

  • Digitale Ortung und Bewegungsdaten
    Standortfreigaben am Smartphone, Bewegungsdaten, Metadaten, Familienfreigaben und Bluetooth-Tracker oder ähnliche Geräte.

     

  • Stalkerware und unsichtbare Überwachung
    Typische Angriffswege, Warnsignale, Grenzen der Erkennung und sichere nächste Schritte bei Verdacht auf Überwachungssoftware.

     

  • Kameras, Mikrofone und Smarthome-Geräte
    Missbrauchsmöglichkeiten durch vernetzte Geräte, Hinweise auf versteckte Kameras oder Mikrofone und praktische Ansätze zur Risikoeinschätzung.

     

  • Gefahrenmodell und Beratungspraxis
    Gemeinsam Risiken priorisieren, sinnvolle Maßnahmen ableiten und offene Fragen aus der Praxis der Teilnehmer:innen bearbeiten.
Eine Illustration zeigt eine maskierte Figur, die ein Tablet hält. Auf dem Tablet ist der Standort einer Person mit mehreren Wegpunkten dargestellt. Die Person mit Rucksack wird auf ihrem Weg durch verschiedene Orte wie ein Geschäft, ein Gebäude und einen Park verfolgt. Die Illustration verdeutlicht das Ausspähen von Bewegungsdaten.
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Eine Illustration zeigt zwei Menschen, die miteinander sprechen, während über verschiedene Geräte wie Smartphone, Kamera, Laptop und Mikrofon Daten gesammelt werden. Diese Daten fließen durch einen Trichter zu zwei maskierten Personen, die heimlich mit einem Fernrohr und durch Abhören lauschen.
EU Flagge und Schriftzug Kofinanziert durch die Europäische Union
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Logo ProEuropean Values AT
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Jetzt Platz sichern

Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir Sie um eine verlässliche Anmeldung. Sollten Sie doch nicht teilnehmen können, sagen Sie bitte rechtzeitig ab. So ermöglichen Sie Kolleg:innen auf der Warteliste die Teilnahme.

Wien – EVENT WIEN, Hütteldorfer Straße 74, 1150 Wien
8. September 2026, 10-14 Uhr
Klagenfurt – Business Campus Ehrenhausen, Suppanstraße 69, 9020 Klagenfurt am Wörthersee
9. September 2026, 10-14 Uhr
Graz – Steirerhof, Jakominiplatz 12, 8010 Graz
10. September 2026, 10-14 Uhr
St. Pölten – Mobiles Stadtlabor, Solektiv, Spratzerner Kirchenweg 81-83 3100 St. Pölten
15. September 2026, 10-14 Uhr
Linz – Wissensturm, Kärntnerstraße 26 4020 Linz
16. September 2026, 10-14 Uhr
Salzburg – GWS, Geschützte Werkstätten, Warwitzstraße 9, 5023 Salzburg
17. September 2026, 10-14 Uhr
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Kostenloses Begleitmaterial

Zusätzlich zum Workshop steht ein eigener E-Learning Bereich zu digitaler Selbstverteidigung gegen Überwachung aus dem sozialen Umfeld zur Verfügung. Er eignet sich zur Vor- oder Nachbereitung und kann auch in der Beratungspraxis hilfreich sein.

Screenshot von der E-LEarningübersicht mit 5 Kapitel-Kacheln
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